Elektronische Patient:innenakte

📄 Elektronische Patient:innenakte (ePA) – Risiken für HIV-positive Menschen

🗓️ Ab dem 15.01.2025 wird die „ePA für alle“ eingeführt. Alle gesetzlich Versicherten erhalten automatisch eine elektronische Patient:innenakte – es sei denn, sie widersprechen aktiv.

⚠️ Besonders kritisch für HIV-positive Menschen: Die ePA birgt Risiken, die zu einem Zwangsouting führen könnten. Gesundheitsinformationen und Diagnosen, die in der ePA gespeichert werden, sind standardmäßig für behandelnde Ärzt:innen sichtbar. Dies schließt auch sensible Informationen wie den HIV-Status ein, der oft aus Medikamenteneinnahmen oder Abrechnungsdaten ersichtlich ist.

🔒 Es gibt zwar Möglichkeiten, die Sichtbarkeit von Dokumenten und Inhalten der ePA zu steuern, doch diese sind oft umständlich und erfordern mehrere Schritte. Die Deutsche Aidshilfe fordert hier Verbesserungen, um Diskriminierung und Stigmatisierung zu verhindern.

💬 Sven Warminsky von der Deutschen Aidshilfe sagt dazu: "Gut gemachte Digitalisierung im Gesundheitswesen hat das Potenzial, Versorgung zu verbessern und Prozesse zu vereinfachen. Dafür muss sie patient*innenzentriert und diskriminierungssensibel gestaltet werden."

🔍 Die standardmäßige Weitergabe von Daten zu Forschungszwecken und der Zugriff von Betriebsärzt:innen auf die ePA sind weitere Kritikpunkte. Zudem gibt es Bedenken zur IT-Sicherheit.

🌐 Den kompletten Artikel und mehr Informationen zur elektronischen Patient:innenakte findet ihr unter: aidshilfe.de/medien/md/epa

📢 Eure Meinung ist wichtig! Überlegt euch, ob ihr die ePA nutzen möchtet oder aktiv widersprecht. Die Entscheidung ist individuell und sollte gut abgewogen werden.